Nadellager

Nadellager sind vom Grundprinzip Zylinderrollenlager mit – im Verhältnis zum Durchmesser – deutlich längeren Rollen (1:2,5 bis 1:10) als Wälzkörper. Diese Zylinderrollen werden Nadelrollen genannt. Nadellager sind dadurch kompakter und benötigen einen relativ kleinen Bauraum bei gleichzeitig hohem Lastaufnahmevermögen. Zusätzlich reduzieren sich die Masse und damit sinkt der Materialaufwand. Durch den Einsatz von Nadellagern, gegenüber Zylinderrollenlagern, lassen sich, auf Grund geringeren Materialeinsatzes, die Kosten einer Maschine reduzieren. Ein typisches Beispiel dafür sind moderne PKW-Getriebe. Der Fachmann unterscheidet Nadellager mit Käfig und vollrollige (ohne Käfig) Nadellager. Übliche Normen sind DIN 617 bzw. ISO 3245 (Nadellager mit Käfig) und DIN 618 (Nadelhülsen).

Aufgrund der größeren Anzahl Wälzkörper sind die vollrolligen Nadellager höher belastbar. Durch den gegenseitigen Kontakt der Nadeln und der Neigung der Nadeln zum Verkippen werden bei höherer dynamischer Belastung Nadellager mit Käfig eingesetzt. Die Nadeln verjüngen sich zu beiden Enden. Die Stirnseiten der Nadeln sind ballig oder plan. Unterscheidet man Nadellager hinsichtlich der Richtung der Lastaufnahme, so gibt es Nadellager für radiale und axiale Belastungen sowie deren Kombinationen. Die meisten Nadellager sind nur radial belastbar und müssen hinsichtlich Radiallagerluft und Betriebstemperatur exakt abgestimmt werden. Nadellager sind besonders steif und unempfindlich gegenüber Stößen. Es gibt sie mit und ohne Innenring, als Nadelkranz, Nadelhülse oder Nadelbüchse. Sie beanspruchen einen minimalen Bauraum bei sehr hohen radialen Lasten. Typische Anwendungsgebiete sind Fahrzeugtechnik, Verpackungsmaschinen, Druckmaschinen usw. man kann sagen: Nadellager sind erste Wahl bei beengten Platzverhältnissen, hohen Lasten sowie geringen bis mittleren Drehzahlen.

Abgerundet wird das Nadellagerprogramm durch Stütz- und Kurvenrollen, sowie kombinierte Nadellager als spezielle Nadellager. Die perfekte Gestaltung einer Nadellagerlagerkonstruktion einschließlich Schmierung und Abdichtung ist eine Kernkompetenz der Spezialisten der Wälzlagertechnik.


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